Allgemein, Kaufmännisches, Mindset, Praxismanagement
Schreibe einen Kommentar

Jahresplanung 2018

Ich weiß, dass nicht alle Dentalaffen die Zeit zwischen den Jahren für die Entwicklung der Praxis nutzen. Das ist auch legitim, aber spätestens mit dem ersten Arbeitstag 2018 beginnt der Trott von Neuem. Für jede Praxis, ob „junges Start-up“ oder „alteingesessen“ ist es sinnvoll das kommende Jahr zu planen und die Ziele für das Jahr zu definieren. In diesem Fall bedeutet definieren nicht nur, dass man sich sagt, dass man „besser werden möchte“. Man benötigt Ziele, die ganz konkret definiert werden. Am Besten definiert man Ziele nach der SMART-Methode. S = Spezifisch M = Messbar A = Achievable (Erreichbar) R = Relevant T = terminierbar Ich habe absichtlich englische Begriffe eingefügt, weil ich die englische Version für sinnvoller halte als die deutsche Version. Ziele müssen also spezifisch sein! Man sollte also nicht sagen: „Ich möchte gesünder leben.“. Dies bedeutet für verschiedene Menschen unterschiedliche Dinge. Jede hat eine ganz eigene und individuelle Vorstellung, was es bedeutet, gesund zu leben. Der eine glaubt, dass er gesund lebt, wenn er weniger raucht, während der nächste glaubt, dass Fleischverzicht der Weg zum gesünderen Ich ist. Auch in der Praxis hat jeder eigene Vorstellung, also ist es wichtig alle Teammitglieder zu „eichen“. Damit jede weiß, wie das Ziel genau lautet. Also nicht: „Wir möchten unseren Patienten einen besseren einen besseren Service bieten.“ Besser: „Wir werden die Anzahl der Patienten, die mindestens einmal jährlich zur Prophylaxe kommen erhöhen.“ Ziele müssen messbar sein! Wir haben jetzt also ein spezifisches Ziel. Wir möchten die Anzahl der Patienten, die einmal jährlich zur Prophylaxe kommen erhöhen.“ Um zu wissen, ob wir das Ziel erreicht haben, müssen wir definieren, was in diesem konkreten Fall „erhöhen“ bedeutet. Ein Ziel muss messbar definiert werden und klingt dann wie folgt: „Wir werden die Anzahl der Patienten, die mindestens einmal jährlich zur Prophylaxe kommen, von 58% auf 85% erhöhen!“ Jetzt hat mal das Erreichen des Ziels schon fast so scharf definiert, dass man genau sagen, kann, ob man es erreicht hat oder nicht. Ziele müssen erreichbar sein! Das ist ein schwieriger Punkt, weil es den meisten Praxis an Benchmarking-Zahlen mangelt. Hier hilft vielleicht das Gespräch mit sehr guten Freunden, die ihre Zahlen offen kommunizieren oder man sucht sich einen Praxiscoach, der einen bei der Definition der Ziele beraten kann. „Wir erhöhen den Honorarumsatz von 500.000 € auf 1.200.000 €!“ könnte ein Ziel sein, dass schwer zu erreichen ist. Ziele müssen also erreichbar sein, aber sie dürfen auch herausfordernd sein. Mir ist es lieber, jemand formuliert ein Ziel a la „Wir erhöhen den Honorarumsatz von 500.000 € auf 650.000 €!“ und verfehlt das Ziel um 20.000 € als jemand, der das Ziel auf „580.000 € steckt und es gerade um 20.000 € überbietet. Ziele müssen relevant sein“ Die Relevanz eines Ziels ist der schwierigste Punkt. Natürlich gibt es Ziele, die für den Praxisbesitzer relevant sind, die aber den Mitarbeitern am Popo vorbeigehen. Der Praxisinhaber muss also seinem Team aufzeigen, wieso ein Ziel, das auf den ersten Blick hauptsächlich die monetären Ziele des Praxisinhabers auch für die Angestellten der Praxis erstrebenswert ist. Dabei kann man verschiedene Strategien fahren. Zum einen kann man seinen Angestellten eine Bonus bei erreichen eines Zieles in Aussicht stellen, zum anderen kann man aber auch ein alternatives Ziel anpeilen, dass eine offensichtlichen Nutzen für die einzelnen Teammitglieder hat. Beispiel 1: „Wenn eine Umsatzsteigerung von 10% erreicht wird, erhält jedes Teammitglied einen einmaligen Bonus von 1.000 €.“ Beispiel 2: „Wir werden dieses Jahr eine Reduktion der Wartezeit im Wartezimmer von 10 auf 7 Minuten erreichen.“ Als Praxisbesitzer wünscht man sich diese Reduktion, weil kurze Wartezeit bedeutet, dass Patienten sich besser umsorgt fühlen und somit die Praxis weiterempfehlen. Für Mitarbeiter sind kurze Wartezeiten gut, weil dann natürlich weniger Beschwerden seitens der Patienten entstehen. Ziele müssen terminiert sein! Es reicht nicht, ein Ziel nach den Faktoren S.M.A.R. zu definieren, wenn man nicht einen Stichtag definiert. Es ist natürlich einleuchtend, dass man es nicht hilft, wenn man sagt:“Ich werde 10 kg abnehmen.“. Besser ist natürlich „Ich werden bis zum 12.10.2018 10 kg abnehmen.“ Überprüfe also alle Ziele, die Du mit Deinem Team und für Dein Team definierst. Nur so ist die Erreichung von Zielen überprüfbar und möglich. Dentalaffen-Tipp: Nutze die Zeit zwischen den Jahren, um neue Ziele für das neue Jahr zu definieren.

Das könnte auch interessant sein:

  • Keine passenden Artikel gefunden...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.