Mindset
Schreibe einen Kommentar

Gesetz des Dschungel Nr. 96 – Der Patient steht im Mittelpunkt

Auf jeder Zahnarzt-Website steht geschrieben, dass in dieser Praxis der Patient im Mittelpunkt steht. Aber steht der Patient dort wirklich?

Viele Praxen sehen toll aus. Schöne Ledersessel im Wartezimmer, stylisches Logo an der Wand, eine freundliche Mitarbeiterin sitzt an der Rezeption, der Zahnarzt begrüßt den Patienten im großzügigen Besprechungszimmer mit 55“-TV an der Wand. Kennst Du solche Praxen?

Alles toll und beeindruckend. Alles wichtig. Das Auge isst ja mit. Aber das ist alles nix wert, wenn Du Dich als Zahnarzt nicht auf das wichtigste Ziel Deiner Tätigkeit konzentrierst: Das Wohl des Patienten!

Das bedeutet nicht, dass man tut, was der Patient wünscht. Patienten können keine zahnärztlichen Entscheidungen treffen. Patienten benötigen den Zahnarzt als Fachmann, der zum Wohle des Patienten berät. Es ist Deine Aufgabe als Zahnarzt dem Patienten die bestmögliche Behandlung im Rahmen seiner Möglichkeiten anzubieten. Es ist Deine Aufgabe als Zahnarzt eine Behandlung abzulehnen, wenn Du nicht vollkommen dahinterstehst. Es ist Deine Aufgabe als Zahnarzt das Wohl des Patienten zu wahren.

Das bedeutet nicht, dass Du eine Behandlung verschenken sollst oder eine Behandlung durchführen sollst, die für Deine Praxis unwirtschaftlich ist. Es bedeutet aber auch, dass Du dem Patienten keine Behandlungen aufschwatzt, deren einzige Funktion Umsatzsteigerung ist. Jeder Patient hat gelernt die Euro-Zeichen in den Augen eines Verkäufers zu erkennen und wenn er diese sieht, dann ist er ganz schnell raus.

Erfolgreiche Zahnärzte suchen nicht das schnelle Geld, sondern die langfristige Patientenbindung. Trotzdem muss der seriöse und patienten-orientierte Zahnarzt den Abschluss suchen. Verzögerung und Streckung von Behandlungen über einen langen Zeitraum bedeuten im schlimmsten Fall auch eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes.

Top-Zahnärzte stellen den Patienten und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt – ziehen zum Tore, wenn es zum Wohle des Patienten ist, aber halten auch mal den Ball flach.

Also wie Lothar Matthäus – nur ohne Frauengeschichten.

Das könnte auch interessant sein:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.