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Podcast-Folge 3 – ZTM Daniel Sirker berichtet von Owllab und Cad-Cam

Gast der 3. Podcast-Folge ist Daniel Sirker.   Daniel Sirker ist Zahntechniker in 3.Generation mit Laboren in Köln und Iserlohn. Labor Sirker fertig jegliche Art von Zahnersatz für Zahnarztpraxen, fungiert aber auch als Fräszentrum und liefert gefräste Teile an Dentallabore oder Praxislabore. Hier ein Screenshot von der Owllab-Oberfläche Hier ein Foto von dem Owllab-Arbeitsplatz im Labor (inkl. Dokumentenscanner, Eikettendrucker und Barcode-Scanner) Dentallabor Sirker Owllab Owllab bei Facebook einstündige Video-Präsentation von Owllab Multilink Hybrid Abutment Medentika Valplast TriosScanner DentalwingsScanner   Viel Spaß beim Hören!

KPI – Kennzahlen, die die Praxis wirklich interessieren sollte

Ich habe vor einigen Tagen auf Facebook eine Diskussion über die „beste“ Praxissoftware gelesen. Natürlich ist jeder überzeugt die beste Praxissoftware gefunden zu haben. Vielleicht stimmt das auch, weil man sich die Software ja auch selbst ausgesucht hat. Leider ist der Aufwand die Software zu wechseln so hoch, dass man einen Praxissoftware-Wechsel nicht regelmäßig durchführen kann. Wenn man sich an ein Unternehmen gebunden hat, dann bleibt man meistens einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte bei dieser Software. Bei dieser ganzen Diskussion fixieren sich viele Zahnärzte und Praxismitarbeiter auf die Arbeitsprozesse, die in der Behandlung und der Abrechnung benötigt werden. Versteht mich nicht falsch. Diese Prozesse sind wichtig, aber es gibt über die rein befundtechnischen und abrechnungstechnischen Prozesse hinaus viele unternehmerische Aufgaben, die ein Program erfüllen muss. Aus unternehmerische Sicht ist es extrem wichtig, wenn nicht zwingend notwendig, dass man gewisse KeyPerformanceIndicator filtern kann. KeyPerformanceIndicator (KPIs) sind Kennzahlen, die regelmäßig erhoben werden, um das Unternehmen Zahnarztpraxis zu führen und zu steuern. Hier einige Beispiele, die für die Führung einer Praxis toll sind: Anzahl der Patienten, die …

Jahresplanung 2018

Ich weiß, dass nicht alle Dentalaffen die Zeit zwischen den Jahren für die Entwicklung der Praxis nutzen. Das ist auch legitim, aber spätestens mit dem ersten Arbeitstag 2018 beginnt der Trott von Neuem. Für jede Praxis, ob „junges Start-up“ oder „alteingesessen“ ist es sinnvoll das kommende Jahr zu planen und die Ziele für das Jahr zu definieren. In diesem Fall bedeutet definieren nicht nur, dass man sich sagt, dass man „besser werden möchte“. Man benötigt Ziele, die ganz konkret definiert werden. Am Besten definiert man Ziele nach der SMART-Methode. S = Spezifisch M = Messbar A = Achievable (Erreichbar) R = Relevant T = terminierbar Ich habe absichtlich englische Begriffe eingefügt, weil ich die englische Version für sinnvoller halte als die deutsche Version. Ziele müssen also spezifisch sein! Man sollte also nicht sagen: „Ich möchte gesünder leben.“. Dies bedeutet für verschiedene Menschen unterschiedliche Dinge. Jede hat eine ganz eigene und individuelle Vorstellung, was es bedeutet, gesund zu leben. Der eine glaubt, dass er gesund lebt, wenn er weniger raucht, während der nächste glaubt, dass Fleischverzicht …

Neupatienten-Experience – Der erste Termin ist wie ein Blind Date

Stell Dir vor, dass ein Patient zum ersten Mal einen Termin in Deiner Praxis vereinbart. Viele Verkaufs- und Praxistrainer sagen, dass Du dann praktisch schon gewonnen hast. Der Patient hat sich für Deine Praxis entschieden. In meinen Augen ist das vollkommen falsch. Ich sehe jeden Neupatiententermine wie ein erstes Date. Und wer kennt das nicht? Erste Dates sind entweder super oder schrecklich – Zwischenstadien gibt es meistens nicht. Unsere Aufgabe als Praxis ist es, den Neupatienten so zu „umwerben“, dass der Patient unser erstes Date als vollen Erfolg ansieht und begeistert einen Termin für ein neues Date vereinbaren möchte. Man muss also eine Verbindung zu dem Neupatienten aufbauen. Damit man sich voll auf seinen Neupatienten konzentrieren kann, muss man einige Dinge beachten. Dentalaffen-Tipps: Definiere einen genauen Ablauf für einen Neupatienten-Termin Wenn Du einen ganz genauen Ablauf für Deine Neupatienten-Termine definierst und den natürlich auch Deine Mitarbeiter kennen, dann läuft der Termin ganz entspannt. Es gibt keine Überraschungen. Die Behandlung ist von Deinen Mitarbeiterinnen perfekt vorbereitet. So entsteht für den Patienten der Eindruck absoluter Perfektion. Hier …

Bist Du eine Bank???

Ich war schon in vielen Zahnarztpraxen, aber noch keine Praxis wollte auch als Bank fungieren. Und trotzdem „verleihen“ viele Zahnarztpraxen Geld und die Außenstände sind extrem hoch.   Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Privatpatienten beraten und schlussendlich auch mit einem Implant versorgen. Die Behandlung hat einen Wert von ca. 1.500 € und der Patient verlässt nach der Nahtentfernung die Praxis und der nächste Termin wird erst in 3 Monaten zur Freilegung sein. Nach 3 Wochen versendet Deine Mitarbeiterin die Rechnung an den Patienten. Dieser hat ein Zahlungsziel von 4 Wochen, vergisst aber zu zahlen und erhält erst nach weiteren 2 Wochen eine Erinnerung mit einem erneute Zahlungsziel von 4 Wochen. Dann ruf er kurz vor Ende der 4 Wochen-Frist an und berichtet, dass die Versicherung noch nicht erstattet hat, weil er leider vergessen hat die Rechnung direkt einzureichen. Also wird das Zahlungsziel kulanterweise erneut verschoben. Nach 4 Monaten ist die Rechnung beglichen. Klingt das bekannt? Deine Praxis wurde gegründet, um die Gesundheit der Menschen zu verbessern und zu erhalten, nicht um Menschen zinsfrei …

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Da ja Ende August schon jeder Supermarkt, der etwas auf sich hält, den Spekulatius und den Lebkuchen ins Regal gestellt hat, kann dieses Thema auch Dentalaffen nicht schaden. Brennende Kerzen sind in Zahnarztpraxen grundsätzlich nicht verboten. Man rät aber davon sehr stark ab. Mit dem Kerzenlicht steigt die Brandgefahr. In der Weihnachtszeit kommt es zu ca. 40% mehr Bränden als im Frühjahr oder Herbst (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft 2014). Was in einer Wohnung passieren kann, kann natürlich auch in einer Zahnarztpraxis passieren. Es ist aber äußerst wichtig, dass man die brandschutzrechlichen Vorgaben der Gebäude- und Inventarversicherung einhält, damit im Falle eines Brandes der Versicherungsschutz greift. Es scheint Versicherungen zu geben, die brennende Kerzen gerade im Falle der Nichtbeaufsichtigung als „grob fahrlässig“ einstufen. Mir selbst ist das mal passiert. Ich kam morgens in die Praxis. Ich war der erste und auf unserem Tresen stand noch fröhlich brennend die dicke Kerze vom Vortag. Es hätte wirklich dramatisch enden können, wenn es nicht so eine dicke Kerze gewesen wäre. Seit diesem Tag sind Kerzen in meiner Praxis verboten. …

Wenn nun nach und nach die oberen Blister aus dem Lager herausgenommen werden, dann kommt der Moment, in dem die Karte oben liegt. Spätestens wenn man den 5. Blister nehmen möchte, muss man die Karte in die Hand nehmen. Diese wird dann in einen “Briefkasten” geworfen.

„Chef, wir haben gar kein Bonding mehr!“ – Die Geheimnisse der Lagerhaltung

Lagerhaltung ist ein sehr wichtiges Thema in der Zahnarztpraxis, das auch immer wieder die Gemüter erhitzt. Nichts ist schlimmer als der Moment, in dem ein Material nicht mehr vorrätig ist. Aber genau in diesem Moment wird es benötigt. Wer behauptet, dass dies noch nie passiert ist, schwindelt. Aber auch große Lagerbestände zu bevorraten, um diesem Super-GAU zu entgehen, ist nicht ideal und man bindet sehr viel Kapital. Des Weiteren benötigt man deutlich mehr Stauraum und verliert die Übersicht. Immerhin hat eine Praxis schnell mal mehr als 350 verschiedene Artikel. Wenn man implantologisch tätig ist oder ein Praxislabor hat, erhöht sich die Anzahl der Artikel drastisch. Viele Materialien haben ein Verfallsdatum oder sind nur bis zu einem gewissen Termin steril. Und nichts ist teurer als Material, das weggeworfen wird. Man sollte also schon bei der Praxisplanung ein Warenlager einplanen. Lieber ein bisschen großzügiger, denn man wird erstaunt sein, wie viel Material eine Zahnarztpraxis benötigt. Des Weiteren gibt es Räume, in denen eine Lagerung nicht ohne weiteres möglich ist. Im Steri, als der Raum, in dem die …

Podcast-Folge 1 – Dirk Kuepper und der Mac in der Zahnarztpraxis

Die erste Folge des Dentalaffen-Podcasts behandelt das Thema Apple bzw. Mac in der Zahnarztpraxis.
Zu Gast war Dirk Kuepper, IT-Spezialist aus Düsseldorf.
Mehr Informationen zu Dirk Kuepper findet man unter www.dirkkuepper.de

Dirk Kuepper freut sich über Kontakt zu Zahnarztpraxis, die das Praxisnetzwerk mit Apple aufbauen möchten.

Viel Spaß beim Hören.

Warum jeder Praxisinhaber wissen sollte, was Afa ist

Ich bin jetzt seit 8 Jahren selbstständig und die Abkürzung AfA habe ich nie richtig verstanden. Nun habe ich mich mal hinter diesen „Begriff“ geklemmt und jetzt ist mir einiges klarer. Wenn man sich selbstständig macht, erhält man jeden Monat ein betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA). In dieser BWA wird die Abkürzung AfA immer wieder auftreten. Die Abkürzung steht für Absetzung für Abnutzungen. Kauft man als Praxisinhaber z.B. ein Gerät, so steht dem Gerät anfänglich ein Kaufpreis als Wert des Gerätes gegenüber. Wenn ich also 30.000 € meines Geldes gegen eine 30.000 € teures Cerec-Schleifeinheit „tausche“, dann hat sich das Vermögen der Praxis praktisch nicht geändert. Da aber alle Geräte, die man sich anschaffte einer Abnutzung unterliegen, erfährt das Gerät eine Wertminderung. Das ehemals 30.000 € teure Cerec ist nach 3 Jahren vielleicht nur noch 5.000 € wert, weil Sirona die neue Omnicam herausgebracht hat und Dein Gerät jetzt veraltet ist. Des Weiteren haben alle Teile durch die Nutzung gelitten. Somit war die Anschaffung selbst keine Vermögensminderung, aber die Abnutzung führt über die Jahre zu einer Minderung …

GOZ 2012 ist auch analog

Ich habe das Gefühl, dass die Analogie zur Zeit der GOZ 88 sehr gut etabliert war und auch von den PKV weitestgehend gut erstattet wurde. Seitdem die GOZ 2012 in Kraft getreten ist, sind Analogpositionen erstmal fast gänzlich von der Bildfläche der zahnärztlichen Abrechnung verschwunden und werden nun verstärkt von einigen „Mutigen“ wieder eingeführt. Seit dem 19.Februar 2015 gibt es allerdings eine Veröffentlichung der Bundeszahnärztekammer zum Thema „selbstständiger zahnärztlicher gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnender Leistungen“: http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/nov/katalog_analoge_leistungen.pdf Diesen Katalog von Leistungen kann man als eine Empfehlung der Bundeszahnärztekammer ansehen. Auch wenn die Bundeszahnärztekammer „nur“ ein Verein ist, so sind in ihm doch alle Landeszahnärztekammern vertreten und diese sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Welche Leistungen sollte jede Praxis einführen Natürlich ist es am Ende jedem Zahnarzt überlassen, ob und in welchem Umfang Analogpositionen verwendet werden. Die unten aufgeführte Liste ist eine Empfehlung meinerseits und beinhaltet Leistungen, die in jeder Praxis regelmäßig erbracht werden. Professionelle Zahnreinigung an Verbindungselementen (Geschiebe, Stege usw.) Das ist in meinen Augen eine sehr sinnvolle Leistung. Gerade Patienten, die in …