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KPI – Kennzahlen, die die Praxis wirklich interessieren sollte

Ich habe vor einigen Tagen auf Facebook eine Diskussion über die „beste“ Praxissoftware gelesen. Natürlich ist jeder überzeugt die beste Praxissoftware gefunden zu haben. Vielleicht stimmt das auch, weil man sich die Software ja auch selbst ausgesucht hat. Leider ist der Aufwand die Software zu wechseln so hoch, dass man einen Praxissoftware-Wechsel nicht regelmäßig durchführen kann. Wenn man sich an ein Unternehmen gebunden hat, dann bleibt man meistens einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte bei dieser Software. Bei dieser ganzen Diskussion fixieren sich viele Zahnärzte und Praxismitarbeiter auf die Arbeitsprozesse, die in der Behandlung und der Abrechnung benötigt werden. Versteht mich nicht falsch. Diese Prozesse sind wichtig, aber es gibt über die rein befundtechnischen und abrechnungstechnischen Prozesse hinaus viele unternehmerische Aufgaben, die ein Program erfüllen muss. Aus unternehmerische Sicht ist es extrem wichtig, wenn nicht zwingend notwendig, dass man gewisse KeyPerformanceIndicator filtern kann. KeyPerformanceIndicator (KPIs) sind Kennzahlen, die regelmäßig erhoben werden, um das Unternehmen Zahnarztpraxis zu führen und zu steuern. Hier einige Beispiele, die für die Führung einer Praxis toll sind: Anzahl der Patienten, die …

Jahresplanung 2018

Ich weiß, dass nicht alle Dentalaffen die Zeit zwischen den Jahren für die Entwicklung der Praxis nutzen. Das ist auch legitim, aber spätestens mit dem ersten Arbeitstag 2018 beginnt der Trott von Neuem. Für jede Praxis, ob „junges Start-up“ oder „alteingesessen“ ist es sinnvoll das kommende Jahr zu planen und die Ziele für das Jahr zu definieren. In diesem Fall bedeutet definieren nicht nur, dass man sich sagt, dass man „besser werden möchte“. Man benötigt Ziele, die ganz konkret definiert werden. Am Besten definiert man Ziele nach der SMART-Methode. S = Spezifisch M = Messbar A = Achievable (Erreichbar) R = Relevant T = terminierbar Ich habe absichtlich englische Begriffe eingefügt, weil ich die englische Version für sinnvoller halte als die deutsche Version. Ziele müssen also spezifisch sein! Man sollte also nicht sagen: „Ich möchte gesünder leben.“. Dies bedeutet für verschiedene Menschen unterschiedliche Dinge. Jede hat eine ganz eigene und individuelle Vorstellung, was es bedeutet, gesund zu leben. Der eine glaubt, dass er gesund lebt, wenn er weniger raucht, während der nächste glaubt, dass Fleischverzicht …

Mindset – Deine Haltung verschlechtert die Behandlung der Patienten

Immer wieder steht man als Zahnarzt vor einem Röntgenbild und ist entsetzt über den Zustand der Zähne und wundert sich, dass der Patient noch keine Beschwerden hat. Immer wieder hört man von Zahnärzten dann zu hören: „Das ist ein katastrophaler Patient. Er kann sich unsere aufwendige Behandlung gar nicht leisten. Am Besten die kaputten Zähne ziehen und dann eine Modellgußprothese.“ Danach wird der Patient kurz und knapp über die Möglichkeiten aufgeklärt und dann geht die Behandlung ihren Gang. Oft handelt es sich um einen Patienten, der einfach nur Angst hat und aus diesem Grund jegliche Behandlung aufgeschoben hat. Es wurden also immer wieder notwendige Behandlungen so lange hinausgezögert bis die Situation dann eskaliert ist. Mich erinnert diese Situation immer an die Geschichte von zwei Schuhverkäufern, die im Auftrag ihrer Unternehmen in den 1950ern nach Afrika geschickt wurden. Nach einem Tag in Afrika telegrafierte der erste Verkäufer zu seinem Vertriebsleiter in der Heimat: „Produktion einstellen!!! Die Menschen tragen hier gar keine Schuhe!“ Der zweite Verkäufer schickte ein Eiltelegramm in seine Firma: „Produktion verdoppeln!!! Die tragen hier …

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Da ja Ende August schon jeder Supermarkt, der etwas auf sich hält, den Spekulatius und den Lebkuchen ins Regal gestellt hat, kann dieses Thema auch Dentalaffen nicht schaden. Brennende Kerzen sind in Zahnarztpraxen grundsätzlich nicht verboten. Man rät aber davon sehr stark ab. Mit dem Kerzenlicht steigt die Brandgefahr. In der Weihnachtszeit kommt es zu ca. 40% mehr Bränden als im Frühjahr oder Herbst (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft 2014). Was in einer Wohnung passieren kann, kann natürlich auch in einer Zahnarztpraxis passieren. Es ist aber äußerst wichtig, dass man die brandschutzrechlichen Vorgaben der Gebäude- und Inventarversicherung einhält, damit im Falle eines Brandes der Versicherungsschutz greift. Es scheint Versicherungen zu geben, die brennende Kerzen gerade im Falle der Nichtbeaufsichtigung als „grob fahrlässig“ einstufen. Mir selbst ist das mal passiert. Ich kam morgens in die Praxis. Ich war der erste und auf unserem Tresen stand noch fröhlich brennend die dicke Kerze vom Vortag. Es hätte wirklich dramatisch enden können, wenn es nicht so eine dicke Kerze gewesen wäre. Seit diesem Tag sind Kerzen in meiner Praxis verboten. …

If I had a hammer – die Liste, die Werkzeuge, die in keiner Zahnarztpraxis fehlen dürfen

In jeder Praxis geht regelmäßig etwas kaputt und muss repariert werden. Es ist also besonders wichtig, dass man nicht für jede kleine Reparatur direkt einen Handwerker beauftragen muss. Es ist besonders schwierig einen Handwerker für Kleinstaufträge zu bekommen und die Kosten stehen meist nicht im Verhältnis zum Aufwand. Mir als Praxisinhaber ist es wichtig, dass das Werkzeug in der Praxis ist, weil ich nicht erst im heimischen Keller nach Werkzeug suchen möchten, um dieses dann in die Praxis zu schleppen. Erstens ist dies immer mit erhöhtem Aufwand auf meiner Seite verbunden, zum anderen verzögert sich eine vermeintlich einfache Sache wieder um mindestens einen Tag. Folgende Werkzeuge sollten Sie immer in der Praxis haben: Hammer * Banal, aber ein Hammer kann immer gebraucht werden und sei es um den Azubi zu jagen.   Stahlnägel * Stahlnägel sind sehr gut, um Bilder aufzuhängen. Sie funktionieren in Holz und Rigps, aber halt auch in Steinwänden. Ein Verbiegen ist sehr selten und man kann die Nägel sehr gut belasten. Kabelbinder * Das sind natürlich Klassiker der modernen Handwerkskunst. Interessant …

Ich habe Rücken – was kann man als Zahnarzt oder ZFA gegen Rückenschmerzen tun?

Als Zahnarzt sitzt man häufig 8 Stunden am Tag komisch gekrümmt über seinen Patienten und abends merkt man ein Zwicken und Zwacken im Rücken. Es gibt viele Möglichkeiten den eigenen Rücken zu schonen. Neben ergonomischer Lagerung und Hilfsmitteln wie Mikroskop oder Lupenbrillen ist ein gutes Training der Rückenmuskulatur äußerst wichtig. Ich möchte in Zukunft in einigen Blogs immer wieder mal auf das Thema Gesundheit, Sport und gesunde Ernährung eingehen, denn eine lange Gesundheit ist der Schlüssel zu einem entspannten Berufsleben und natürlich auch darüber hinaus. Ich habe für meinen Rücken einige Hilfsmittel im Haus, die gerade bei „unentspannter“ Muskulatur helfen. Oft spürt man regelrechte Knubbel in der Muskulatur. Diese kann man gezielt selbst massieren. Die einfachste Methode ist ein Selbstmassage mit einem BackBuddy   Diesen kann man sehr gut ansetzen und man erreicht fast alle Stellen der Nacken- und Rückenmuskulatur ohne Probleme. Besonders toll sind auch alle Produkte der Firma Blackroll. Die Produkte sind mittlerweile sogar in guten Fitnessstudios zu finden. Es handelt sich dabei hauptsächlich um kleine Rollen aus Schaumstoff verschiedener Härte. Damit kann …

PatientenPraxisWert

Die BWLer sprechen gern vom CustomerLifetimeValue. Der CLV soll alle Umsätze beinhalten, die ein Kunde in seinem gesamten Leben für ein bestimmtes Produkt bei jeglicher Firma ausgibt (möglicher CLV) bzw. bei einer bestimmten Firma ausgibt (tatsächlicher CLV). Als Praxisinhaber interessiert uns in erster Linie der tatsächliche CLV. Ich möchte also wissen, wie viel Geld verliert die Praxis, wenn ein Patient die Praxis verlässt. Des Weiteren möchte ich wissen, ob wir in der Lage sind den tatsächlichen CLV positiv zu beeinflussen. Da viele Firmen noch nicht die gesamte Lebenszeit ihrer Kunden überblicken können, weil die Firma erst ein paar Jahre alt ist, gehört zu der Berechnung des CLV auch eine gewisse Prognose. Die vereinfachte Methoden zum Berechnen des CustomerLifetimeValue nutzen folgende Werte: Anzahl der Kunden Gesamtumsatz Durchschnittliche Dauer der Geschäftsbeziehung zu einem Kunden Man kann aber auch viel mehr Faktoren in die Berechnung einfließen lassen: Zins und Zinseszins über die Jahre Kundenspezifische Daten (Alter, Geschlecht, etc.) Man merkt schon, dass es hier ziemlich kompliziert wird. Man fragt sich wie man das in der Zahnarztpraxis ausrechnen soll. …

GOZ 2012 ist auch analog

Ich habe das Gefühl, dass die Analogie zur Zeit der GOZ 88 sehr gut etabliert war und auch von den PKV weitestgehend gut erstattet wurde. Seitdem die GOZ 2012 in Kraft getreten ist, sind Analogpositionen erstmal fast gänzlich von der Bildfläche der zahnärztlichen Abrechnung verschwunden und werden nun verstärkt von einigen „Mutigen“ wieder eingeführt. Seit dem 19.Februar 2015 gibt es allerdings eine Veröffentlichung der Bundeszahnärztekammer zum Thema „selbstständiger zahnärztlicher gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnender Leistungen“: http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/nov/katalog_analoge_leistungen.pdf Diesen Katalog von Leistungen kann man als eine Empfehlung der Bundeszahnärztekammer ansehen. Auch wenn die Bundeszahnärztekammer „nur“ ein Verein ist, so sind in ihm doch alle Landeszahnärztekammern vertreten und diese sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Welche Leistungen sollte jede Praxis einführen Natürlich ist es am Ende jedem Zahnarzt überlassen, ob und in welchem Umfang Analogpositionen verwendet werden. Die unten aufgeführte Liste ist eine Empfehlung meinerseits und beinhaltet Leistungen, die in jeder Praxis regelmäßig erbracht werden. Professionelle Zahnreinigung an Verbindungselementen (Geschiebe, Stege usw.) Das ist in meinen Augen eine sehr sinnvolle Leistung. Gerade Patienten, die in …