Autor: Dr. Nikolas Ganß

Buchbesprechung – Augmentative Verfahren in der Implantologie

Vor mir liegt eines der Bücher, die meinen therapeutischen Ansatz gänzlich geändert haben. Ich wurde im Bereich Implantologie vor allem mit bovinem Knochenersatzmaterial und porcinen Membranen aufgezogen, aber in den letzten Jahren musste ich immer wieder Implantate an Stellen setzen, an denen mit bovinem Knochenersatzmaterial Socket preservations durchgeführt worden waren. Immer wieder hatte ich den Eindruck, dass das was sich dort in der Alveole befindet, kein „guter Knochen“ ist. Natürlich haben schöne und tolle Ergebnisse bei Kongressen präsentiert von bekannten und renommierten Kollegen immer wieder meine Bedenken zerstreut, aber es ließ mir keine Ruhe. Ich habe für mich online recherchiert, welche Möglichkeiten des Knochenaufbaus es gibt und welche Ergebnisse echtem Knochen am nächsten kommen. Nach einiger Suche stiess ich auf das Buch „Augmentative Verfahren in der Implantologie“ von Fouad Khoury. Das Buch hat mich von Anfang an begeistert und die Fälle im Buch sind sehr gut dokumentiert. Das Buch war für mich die Basis mein augmentatives Konzept zu überdenken und gipfelte darin, dass ich zwei Kurse bei Prof. Dr. Khoury im beschaulichen Sauerlanddorf Olsberg besuchte. …

Gesetz des Dschungel Nr. 96 – Der Patient steht im Mittelpunkt

Auf jeder Zahnarzt-Website steht geschrieben, dass in dieser Praxis der Patient im Mittelpunkt steht. Aber steht der Patient dort wirklich? Viele Praxen sehen toll aus. Schöne Ledersessel im Wartezimmer, stylisches Logo an der Wand, eine freundliche Mitarbeiterin sitzt an der Rezeption, der Zahnarzt begrüßt den Patienten im großzügigen Besprechungszimmer mit 55“-TV an der Wand. Kennst Du solche Praxen? Alles toll und beeindruckend. Alles wichtig. Das Auge isst ja mit. Aber das ist alles nix wert, wenn Du Dich als Zahnarzt nicht auf das wichtigste Ziel Deiner Tätigkeit konzentrierst: Das Wohl des Patienten! Das bedeutet nicht, dass man tut, was der Patient wünscht. Patienten können keine zahnärztlichen Entscheidungen treffen. Patienten benötigen den Zahnarzt als Fachmann, der zum Wohle des Patienten berät. Es ist Deine Aufgabe als Zahnarzt dem Patienten die bestmögliche Behandlung im Rahmen seiner Möglichkeiten anzubieten. Es ist Deine Aufgabe als Zahnarzt eine Behandlung abzulehnen, wenn Du nicht vollkommen dahinterstehst. Es ist Deine Aufgabe als Zahnarzt das Wohl des Patienten zu wahren. Das bedeutet nicht, dass Du eine Behandlung verschenken sollst oder eine Behandlung durchführen …

If I had a hammer – die Liste, die Werkzeuge, die in keiner Zahnarztpraxis fehlen dürfen

In jeder Praxis geht regelmäßig etwas kaputt und muss repariert werden. Es ist also besonders wichtig, dass man nicht für jede kleine Reparatur direkt einen Handwerker beauftragen muss. Es ist besonders schwierig einen Handwerker für Kleinstaufträge zu bekommen und die Kosten stehen meist nicht im Verhältnis zum Aufwand. Mir als Praxisinhaber ist es wichtig, dass das Werkzeug in der Praxis ist, weil ich nicht erst im heimischen Keller nach Werkzeug suchen möchten, um dieses dann in die Praxis zu schleppen. Erstens ist dies immer mit erhöhtem Aufwand auf meiner Seite verbunden, zum anderen verzögert sich eine vermeintlich einfache Sache wieder um mindestens einen Tag. Folgende Werkzeuge sollten Sie immer in der Praxis haben: Hammer * Banal, aber ein Hammer kann immer gebraucht werden und sei es um den Azubi zu jagen.   Stahlnägel * Stahlnägel sind sehr gut, um Bilder aufzuhängen. Sie funktionieren in Holz und Rigps, aber halt auch in Steinwänden. Ein Verbiegen ist sehr selten und man kann die Nägel sehr gut belasten. Kabelbinder * Das sind natürlich Klassiker der modernen Handwerkskunst. Interessant …

Lage, Lage, Lage…

Man hört häufig, dass die Lage einer Praxis den Erfolg der Praxis sehr stark beeinflusst. Wie entscheiden sich aber viele für ihren Arbeitsort? Häufig handeln wir aus einem Bauchgefühl heraus und wünschen uns einen Standort, der in der Nähe von Freunden und Familie liegt. In der Regel studiert man Zahnmedizin in einer mittelgroßen bis großen Stadt. Meistens wohnt man ja auch einigermaßen in Uninähe und möchte nicht direkt nach dem Studium raus in eine 500 Seelen-Dorf ziehen. Also bleiben viele Zahnärzte direkt nach dem Studium in der Nähe ihrer Uni und suchen sich ja dort auch erstmal „nur“ eine Stelle als Assistenzzahnarzt. Also noch keine Verbindung für die Ewigkeit. Manche ziehen zwar auch direkt weg, aber meistens wird es wieder eine größere Stadt. Ganz beliebt sind sicher München, Hamburg, Berlin und Köln. Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen. Das alleine führt bereits zu einer Zahnarztschwemme in Großstadtgebieten. Für Köln kann ich nur sagen, dass man mehr Stellengesuche von Zahnärzten online finden kann als von Zahnarzthelferinnen. Ich habe mich damals selbst in Köln mittels einer Neugründung …

Wenn nun nach und nach die oberen Blister aus dem Lager herausgenommen werden, dann kommt der Moment, in dem die Karte oben liegt. Spätestens wenn man den 5. Blister nehmen möchte, muss man die Karte in die Hand nehmen. Diese wird dann in einen “Briefkasten” geworfen.

„Chef, wir haben gar kein Bonding mehr!“ – Die Geheimnisse der Lagerhaltung

Lagerhaltung ist ein sehr wichtiges Thema in der Zahnarztpraxis, das auch immer wieder die Gemüter erhitzt. Nichts ist schlimmer als der Moment, in dem ein Material nicht mehr vorrätig ist. Aber genau in diesem Moment wird es benötigt. Wer behauptet, dass dies noch nie passiert ist, schwindelt. Aber auch große Lagerbestände zu bevorraten, um diesem Super-GAU zu entgehen, ist nicht ideal und man bindet sehr viel Kapital. Des Weiteren benötigt man deutlich mehr Stauraum und verliert die Übersicht. Immerhin hat eine Praxis schnell mal mehr als 350 verschiedene Artikel. Wenn man implantologisch tätig ist oder ein Praxislabor hat, erhöht sich die Anzahl der Artikel drastisch. Viele Materialien haben ein Verfallsdatum oder sind nur bis zu einem gewissen Termin steril. Und nichts ist teurer als Material, das weggeworfen wird. Man sollte also schon bei der Praxisplanung ein Warenlager einplanen. Lieber ein bisschen großzügiger, denn man wird erstaunt sein, wie viel Material eine Zahnarztpraxis benötigt. Des Weiteren gibt es Räume, in denen eine Lagerung nicht ohne weiteres möglich ist. Im Steri, als der Raum, in dem die …

Ich habe Rücken – was kann man als Zahnarzt oder ZFA gegen Rückenschmerzen tun?

Als Zahnarzt sitzt man häufig 8 Stunden am Tag komisch gekrümmt über seinen Patienten und abends merkt man ein Zwicken und Zwacken im Rücken. Es gibt viele Möglichkeiten den eigenen Rücken zu schonen. Neben ergonomischer Lagerung und Hilfsmitteln wie Mikroskop oder Lupenbrillen ist ein gutes Training der Rückenmuskulatur äußerst wichtig. Ich möchte in Zukunft in einigen Blogs immer wieder mal auf das Thema Gesundheit, Sport und gesunde Ernährung eingehen, denn eine lange Gesundheit ist der Schlüssel zu einem entspannten Berufsleben und natürlich auch darüber hinaus. Ich habe für meinen Rücken einige Hilfsmittel im Haus, die gerade bei „unentspannter“ Muskulatur helfen. Oft spürt man regelrechte Knubbel in der Muskulatur. Diese kann man gezielt selbst massieren. Die einfachste Methode ist ein Selbstmassage mit einem BackBuddy   Diesen kann man sehr gut ansetzen und man erreicht fast alle Stellen der Nacken- und Rückenmuskulatur ohne Probleme. Besonders toll sind auch alle Produkte der Firma Blackroll. Die Produkte sind mittlerweile sogar in guten Fitnessstudios zu finden. Es handelt sich dabei hauptsächlich um kleine Rollen aus Schaumstoff verschiedener Härte. Damit kann …

PatientenPraxisWert

Die BWLer sprechen gern vom CustomerLifetimeValue. Der CLV soll alle Umsätze beinhalten, die ein Kunde in seinem gesamten Leben für ein bestimmtes Produkt bei jeglicher Firma ausgibt (möglicher CLV) bzw. bei einer bestimmten Firma ausgibt (tatsächlicher CLV). Als Praxisinhaber interessiert uns in erster Linie der tatsächliche CLV. Ich möchte also wissen, wie viel Geld verliert die Praxis, wenn ein Patient die Praxis verlässt. Des Weiteren möchte ich wissen, ob wir in der Lage sind den tatsächlichen CLV positiv zu beeinflussen. Da viele Firmen noch nicht die gesamte Lebenszeit ihrer Kunden überblicken können, weil die Firma erst ein paar Jahre alt ist, gehört zu der Berechnung des CLV auch eine gewisse Prognose. Die vereinfachte Methoden zum Berechnen des CustomerLifetimeValue nutzen folgende Werte: Anzahl der Kunden Gesamtumsatz Durchschnittliche Dauer der Geschäftsbeziehung zu einem Kunden Man kann aber auch viel mehr Faktoren in die Berechnung einfließen lassen: Zins und Zinseszins über die Jahre Kundenspezifische Daten (Alter, Geschlecht, etc.) Man merkt schon, dass es hier ziemlich kompliziert wird. Man fragt sich wie man das in der Zahnarztpraxis ausrechnen soll. …

Podcast-Folge 1 – Dirk Kuepper und der Mac in der Zahnarztpraxis

Die erste Folge des Dentalaffen-Podcasts behandelt das Thema Apple bzw. Mac in der Zahnarztpraxis.
Zu Gast war Dirk Kuepper, IT-Spezialist aus Düsseldorf.
Mehr Informationen zu Dirk Kuepper findet man unter www.dirkkuepper.de

Dirk Kuepper freut sich über Kontakt zu Zahnarztpraxis, die das Praxisnetzwerk mit Apple aufbauen möchten.

Viel Spaß beim Hören.

Werbung in der Zeitung – Oldschool oder Dauerbrenner?

Viele Zahnärzte werben gerne im Internet und langsam stirbt Zeitungswerbung aus. Gute Werbung in der Zeitung funktioniert aber auch heute noch immer gut. Wenn man sich die Pro-Contra-Liste in Bezug auf Werbung in einer Zeitung ansieht, dann stellt man fest, dass das man mit Zeitungswerbung gut eine ältere Zielgruppe erreichen kann, aber die Werbung ist auf den ersten Blick recht teuer. Im Folgenden kommen einige Tipps, die Dir dabei hilft deine Zeitungswerbung effizienter zu gestalten und insgesamt günstiger dabei wegzukommen. Einige Fakten, die Sie über Zeitungswerbung wissen sollten. Viele Städte haben einen Lokalzeitung, die man zahlen muss, aber auch ein Gratismagazin – gerne auch Käseblättchen genannt. Wir haben in unserer Praxis festgestellt, dass die Gratismagazin besser funktionieren, weil die Verbreitung sehr hoch ist. Immer weniger Menschen abonnieren ein Tageszeitung, weil man immer mehr News aus dem Internet erhält, aber die Gratismagazine werden gratis in viele Haushalte verteilt. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass eine Anzeige als Erfolg gewertet werden kann, wenn 5-7 Kontakte durch die Anzeige zustande kommen. Nun kann sich jeder ausrechenen, was eine …

Warum jeder Praxisinhaber wissen sollte, was Afa ist

Ich bin jetzt seit 8 Jahren selbstständig und die Abkürzung AfA habe ich nie richtig verstanden. Nun habe ich mich mal hinter diesen „Begriff“ geklemmt und jetzt ist mir einiges klarer. Wenn man sich selbstständig macht, erhält man jeden Monat ein betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA). In dieser BWA wird die Abkürzung AfA immer wieder auftreten. Die Abkürzung steht für Absetzung für Abnutzungen. Kauft man als Praxisinhaber z.B. ein Gerät, so steht dem Gerät anfänglich ein Kaufpreis als Wert des Gerätes gegenüber. Wenn ich also 30.000 € meines Geldes gegen eine 30.000 € teures Cerec-Schleifeinheit „tausche“, dann hat sich das Vermögen der Praxis praktisch nicht geändert. Da aber alle Geräte, die man sich anschaffte einer Abnutzung unterliegen, erfährt das Gerät eine Wertminderung. Das ehemals 30.000 € teure Cerec ist nach 3 Jahren vielleicht nur noch 5.000 € wert, weil Sirona die neue Omnicam herausgebracht hat und Dein Gerät jetzt veraltet ist. Des Weiteren haben alle Teile durch die Nutzung gelitten. Somit war die Anschaffung selbst keine Vermögensminderung, aber die Abnutzung führt über die Jahre zu einer Minderung …